Referentin:

Bettina Pelz

Netzwerke und Kontakte

Netzwerke sind communities of practice und/oder Solidargemeinschaften auf Zeit.

Netzwerke bezeichnen unterschiedliche Organisationsformen, die sich oftmals je nach Aufgabenfeld und/oder Projekt ändern. Sie basieren auf Kommunikationsprozessen, auf Dialog-, Interaktions- und Austauschprozessen zwischen den Akteuren, Sach- und Beziehungsebene sind beide von hoher Relevanz.

Netzwerke setzen sich zusammen aus verschiedenen eigen-dynamischen Zentren mit sich fortwährend verändernden Konturen. Jedes Netzwerk verfügt über eigene Zugangsvoraussetzungen, Ziele und Traditionen. Sie setzen sich zusammen aus unterschiedliche Partnern mit verschiedenartigsten Kompetenzen, Zielvorstellungen und Vorgehenspräferenzen, die zu einen gemeinschaftlichen Nutzen der Partner kooperieren. Nicht immer können die formellen und informellen Regeln abgefragt werden, sondern müssen in der gemeinsamen Arbeit ausgelotet werden.

Funktionstüchtige Netzwerke bieten die Möglichkeit, sich zu orientieren und zu informieren, wahrzunehmen und wahrgenommen zu werden. Erfahrungs- und Informationsaustausch, flexible Kooperationen und profilierte Solidarität sind die Eckpfeiler erfolgreicher Netzwerke – sie zu kennen und Teil des formellen wie informellen Informations- und Projektflusses zu sein, ist wesentlicher Teil von professioneller Positionierung im Kunst- und Kulturbetrieb.

Im Rahmen des Seminars werden ausgewählte Netzwerke im Kunst- und Kulturbetrieb sowie die Partizipationsmöglichkeiten vorgestellt. Darüber hinaus wird ein persönlicher Leitfaden zur Orientierung in Netzwerken erarbeitet.