Die Weiterbildung
Den Teilnehmenden aus den Bereichen Kunst und Kultur – seien es freie Künstler/-innen oder Teilnehmende aus dem Bereich Kulturmanagement – soll die Möglichkeit gegeben werden, ihre Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt Kunst und Kultur zu verbessern und zu stabilisieren. In der herkömmlichen Erstausbildung werden zwar zunehmend auch Managementseminare angeboten, diese sind aber häufig nicht ausreichend praxisbezogen und auch erst seit kürzerer Zeit Bestandteil der Curricula in den Hochschulen. Absolventen/-innen früherer Studiengänge haben in der Regel während ihres Studiums keine derartigen Kompetenzen erwerben können.
Moderne Weiterbildungsangebote haben sich vor dem Hintergrund der Erfordernisse von Nachhaltigkeit und Transfer von einer reinen „Inputorientierung“ verabschiedet und legen die Weiterbildungen prozessorientiert an. Input- und Transferphasen werden miteinander verknüpft, dabei wird vorrangig von den Bedürfnissen der Teilnehmenden ausgegangen. Bei dem vorliegenden Konzept für die Weiterbildung EduKult³ wird nicht nur von einem von vornherein feststehenden Curriculum ausgegangen, sondern in den Transferphasen werden jeweils auf den Lernprozess der Teilnehmenden zugeschnittene Vertiefungsphasen entwickelt.
EduKult³ ist somit ein Angebot, welches möglicherweise – bedingt durch die Vorkenntnisse und speziellen Bedürfnisse der jeweils Teilnehmenden – verändert wird. Dies wird sich erst feststellen lassen, wenn die jeweiligen Teilnehmenden eines jeden Durchgangs ausgewählt worden sind. Grundsätzlich wird es eine Kombination aus wissensorientiertem Input und transferorientiertem Kompetenztraining sein, ergänzt werden diese zwei Ebenen durch ein begleitendes Coachingangebot.
Die Teilnehmenden sind – dies ist eine Besonderheit der Kulturszene – schwer in Selbstständige und Angestellte zu differenzieren, da dieser Status innerhalb der Lebensarbeitszeit häufig projektbedingt wechselt und es viele Mischformen gibt.
Um den Weiterbildungsprozess optimal steuern zu können, wird eine prozessbegleitende Evaluation durchgeführt. Diese umfasst:
- die Evaluation mittels Fragebogen-Erhebung bei den Teilnehmenden gesondert für jedes Seminar,
- die Selbstevaluation der Teilnehmenden möglichst durch Führen eines persönlichen Lerntagebuchs sowie
- die Outputkontrolle am Ende des Weiterbildungsdurchganges in Form einer Präsentation, die neben den Ergebnissen des bearbeiteten Projektes auch die Entwicklung des Lernprozesses zum Inhalt haben soll.
Die zu absolvierenden Veranstaltungen sind den Modulplänen zu entnehmen. Es wird unterschieden zwischen reinen Pflichtveranstaltungen und Wahlpflichtveranstaltungen, aus denen sich die Teilnehmenden je nach Erfordernissen ihrer Projekte bzw. persönlichen Stärken und Defiziten eine festgelegte Anzahl auswählen.
Mit der Zusage zur Teilnahme an EduKult³ ist eine Verpflichtung zur Teilnahme an sämtlichen Bestandteilen der Weiterbildung – also Seminare, Workshops, Praktikum, Coaching und Abschlusspräsentation – verbunden.
Die Teilnehmer/-innen sind nach Abschluss der Weiterbildung befähigt, ihre erworbenen Kompetenzen selbstbewusst nach außen zu vertreten.
Die Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Situation einerseits sowie die verträglichere Vereinbarkeit ihrer persönlichen Ressourcen mit dem Berufsleben andererseits lässt eine insgesamt positive Gesamtentwicklung der Teilnehmenden erwarten.
Für die Kulturszene der Region – also sowohl für die künstlerische Szene als auch für die ansässigen kleinen und mittleren Unternehmen mit künstlerisch / kulturellem Arbeitsfeld – lässt sich prognostizieren, dass die durch EduKult weitergebildeten Teilnehmer/-innen sowohl für den inhaltlichen Output als auch für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eine Bereicherung darstellen.
